Girokonto Vergleich

Dass Girokonto nicht gleich Girokonto ist, das stellt man heute spätestens bei einem Vergleich der Konditionen und Leistungen fest. Doch was muss ein modernes Girokonto bieten können, um wirklich gut zu sein? Was sich für wen eignet, das hängt in erster Linie von den persönlichen Gepflogenheiten bei der Nutzung ab. Deshalb sollte man sich für den Girokonto Vergleich Zeit nehmen.

Die ersten Fragen, die man sich stellen sollte, sind: Brauche ich eine persönliche Beratung? An welchem Geldautomaten hole ich am liebsten mein Bargeld? Wird auf dem neuen Girokonto ggf. mein Gehalt eingehen? Brauche ich eine Kreditkarte?

Bank/
Produkt
Bank/
Produkt
Grund-
gebühr
(mtl.)
zusätzliche
Voraussetzung
Automaten Leistungen unsere
Bewertung
Antrag
ING-DiBa
Girokonto
0,00 € keine Gebührenfrei abheben an 90% aller Geldautomaten in Deutschland EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 6.99%
95 Punkte
zum Girokonto der ING-DiBa
Norisbank
Top Girokonto
0,00 € keine Cash Group 9.000 EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 10.90%
95 Punkte
zum Girokonto der Norisbank
DKB
DKB Cash
0,00 € keine Abhebung weltweit kostenlos EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 7.50%
95 Punkte
zum Girokonto der DKB
Consorsbank
Girokonto
0,00 € keine Abhebung weltweit kostenlos EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 8.03%
95 Punkte
zum Girokonto der Consorsbank
NUMBER26
Girokonto
0,00 € keine 3.000 Einzelhandels- partner EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 8.90%
94 Punkte
zum Girokonto der NUMBER26
Wüstenrot
Girokonto
0,00 € keine 24 x im Jahr weltweit kostenlos Bargeld EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 0.00 €
Dispozinsen 11.30%
93 Punkte
zum Girokonto der Wüstenrot
Targobank
Starter-Konto
0,00 € keine CashPool 2.500 EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 30.00 €
Dispozinsen 8.99%
90 Punkte
zum Girokonto der Targobank
1822direkt
Girokonto
0,00 € mind. 1,00 EUR mtl. Geldeingang Sparkasse 25.000 EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 25.00 €
Dispozinsen 7.74%
88 Punkte
zum Girokonto der 1822direkt
Commerzbank
Girokonto
0,00 € mind. 1.200,00 EUR mtl. Geldeingang Cash Group 9.000 EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 34.90 €
Dispozinsen 11.25%
81 Punkte
zum Girokonto der Commerzbank
Postbank
Giro Plus
0,00 € mind. 1.000,00 EUR mtl. Geldeingang Cash Group 9.000 EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 22.00 €
Dispozinsen 10.95%
81 Punkte
zum Girokonto der Postbank
Volkswagen Bank
Girokonto
0,00 € mind. 1.000,00 EUR mtl. Geldeingang Abhebung im €uroLand kostenlos EC-Karte 0,00 €
Kreditkarte 33.00 €
Dispozinsen 8.99%
79 Punkte
zum Girokonto der Volkswagen Bank

Bei Firmenkonten ist weiterhin wichtig, wie viele Buchungsvorgänge durchschnittlich pro Monat anfallen. Das ist wichtig, da in den meisten Gebührenmodellen nur eine bestimmte Anzahl von Buchungen pro Monat pauschal mit enthalten ist. Wird diese Anzahl überschritten, kann es schnell ziemlich teuer werden.

So sollte man schauen, wie oft man pro Monat Bargeld am Geldautomaten zieht und an welchem, d.h. welcher Bank gehören diese Geldautomaten. Vor allem bei den kostenlosen Girokonten kann die Zahl der gratis enthalten Barabhebungen limitiert sein. Stößt man bei seiner Analyse auf eine hohe Anzahl von Barabhebungen, nimmt man am besten ein kostenloses Girokonto ohne begrenzte Anzahl von Barabhebungen an fremden Geldautomaten oder man sollte sich einen Plan machen, wie man die Abhebungen reduzieren kann, um am Ende nicht in eine Kostenfalle zu tappen. Außerdem ist es in dem Zusammenhang wichtig, dass man darauf achtet, wo man grundsätzlich kostenlos Geld abheben kann und an welchen Automaten man bei den Abhebungen mit Gebühren zur Kasse gebeten wird.

Der nächste beachtenswerte Punkt bei den Kosten für ein Girokonto ist die Art, wie man an seine Kontoauszüge kommen kann. Lassen sie sich an bankeigenen Automaten vom Kunden selbst ausdrucken, sind die Kosten meist in den monatlichen Grundgebühren mit enthalten. Anders sieht das bei den reinen Online- und Direktbanken aus, die kein eigenes Netz an Automaten und Kontoauszugsdruckern unterhalten. Wer sich hier nicht mit den Ausdrucken aus dem Online Banking begnügen möchte, wird fast überall mit Gebühren belastet, die für die postalische Übersendung der Kontoauszüge anfallen.

Ebenfalls sollte man genau schauen, welche Bedingungen konkret für ein kostenloses Girokonto gestellt werden. Oftmals gibt es die Gebührenbefreiung nämlich nur für Neukunden oder mit einer zeitlichen Befristung. Auch ist es üblich, dass für den Gebührenerlass verlangt wird, dass jeden Monat das Gehalt auf dem Girokonto gutgeschrieben wird. Alternativ oder ergänzend wird von vielen Kreditinstituten eine monatliche Mindestmenge beim Geldeingang oder beim verfügbaren Guthaben auf dem Girokonto verlangt.

Auch den Service, die Verfügbarkeit und die Nebenleistungen zu einem Girokonto sollte man bei einem Vergleich mit beachten. Wer sich regelmäßig vis a vis beraten lassen möchte, der sollte sein Girokonto bei einer Filialbank einrichten. Wem Beratung per Telefon, Chat oder Mail ebenfalls reicht, der ist auch bei einer Direktbank oder Onlinebank gut aufgehoben.

In jüngster Zeit ist noch ein Aspekt hinzu gekommen, der beim Girokonto Vergleich nicht unter den Tisch fallen sollte. Das Girokonto wird mit Nebenleistungen wie einem verbundenen Anlagekonto in Form von Tagesgeld oder Festgeld angeboten. Hier spielen bei der Auswahl dann natürlich auch die Gebühren und Guthabenzinsen für das Anlagekonto eine wichtige Rolle.

Und last but not least gesellen sich zu den Nebenleistungen beim Girokonto die EC-Karte und die Kreditkarte. Wer dort welche konkreten Offerten bekommt und welche Gebühren dafür berappt werden müssen, hängt von der Flexibilität des Einsatzes, von Art und Zeitpunkt der Abrechnung der damit getätigten Umsätze sowie von der persönlichen Bonität des Kontoinhabers ab. Allerdings sollte man bei der Auswahl der Kreditkarte zum Girokonto auch einen Blick auf die Konditionen beim Auslandseinsatz sowie auf die Bandbreite der Akzeptanzstellen werfen.



Geschichte des Girokontos

Auf der Suche nach den historischen Ursprüngen für das Girokonto wird man bereits im elften Jahrhundert fündig, wo vor allem die Händler die Vorteile der bargeldlosen Verrechnung von Gutschriften und Belastungen erkannten. Das erste echte Girokonto gab es in Deutschland zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Als Pionier erwies sich die Hamburger Bank, die bei der Verrechnung zwischen der Mark Banco und der Mark Courant unterschieden hat.

Die Bezeichnung Girokonto ist der alltagstaugliche Begriff für das Kontokorrentkonto. Der Wortbestandteil Giro kommt aus dem Italienischen, wo die Vokabel „girare“ dafür verwendet wird, wo man etwas kreisen lässt. Im Falle des Girokontos ist es das Geld, was sich in einem ständigen Kreislauf befindet.

De facto ist das Girokonto ein traditionelles Buchungskonto. Während in der klassischen Buchhaltung die Soll- und Habenbuchungen auf verschiedenen Seiten einer Tabelle aufgelistet werden, erfolgt das beim Girokonto in der chronologischen Reihenfolge der Buchungen, die mit den Zusätzen Soll und Haben oder alternativ mit einem Plus- oder Minuszeichen versehen werden.

Außerdem sind diverse Zusätze wie Betreffzeile, der Name des Empfängers bei ausgehenden Zahlungen, der Name des Absenders bei eingehenden Zahlungen und die Angabe einer Transaktionsnummer üblich. Auch die Wertstellung ist ein Kennzeichen, was das Girokonto von einem traditionellen Buchhaltungskonto unterscheidet. Darüber hinaus können bei Zahlungsaufträgen auch individuelle Angaben gemacht werden.

Die wichtigste Zielstellung beim Girokonto ist, dass es als Hilfsmittel für die bargeldlose Zahlung dient. Dadurch kann die Menge des im Umlauf befindlichen Bargelds in Form von Banknoten und Münzen reduziert werden. Auch die Sicherheit und die Effizienz profitieren davon, denn Vermieter müssen nicht mehr bar die Miete samt Nebenkosten kassieren gehen und die Arbeitgeber können sich die Mühe sparen, vor dem Zahltag die Lohntüten füllen zu müssen.

Hinzu kommt, dass das Girokonto es möglich macht, die zeitaufwändige manuelle Zahlung durch automatisierte Zahlungen mit einem deutlich geringeren Zeitaufwand zu ersetzen. Das kommt vor allem den Behörden und großen Unternehmen zugute, bei denen in regelmäßigen Abständen Zahlungen in großen Stückzahlen anfallen.

Auch von Handling her hat sich das Girokonto in den letzten Jahren kräftig weiterentwickelt. Zu Beginn mussten alle Aufträge in papierener Form erteilt werden. Diese wurden dann von den Mitarbeitern der kontoführenden Bank manuell erfasst. Der erste große Schritt zur Entlastung der Banken erfolgte mit der Einführung der Bankautomaten, an denen der Kunde selbst seine Aufträge in das System eingeben konnte. Das Internet sorgte für eine weitere Innovation, denn auch dort pflegt die hinter dem Online-Banking liegende Software die Aufträge direkt in die bankeigenen Datenbanken ein. Die damit verbundene Reduzierung de Verwaltungsaufwands hat sich inzwischen auch schon sehr deutlich auf die Gebühren ausgewirkt, die man für ein Girokonto zahlen muss.